Der Forschung zu Liebe auf die Reise gehen

Der Urlaub will gut geplant sein. Schließlich soll jeder einzelne Urlaubstag in vollen Zügen genossen werden. Doch nicht jeder mag All-Inklusive-Reisen, Strandurlaub oder Städtetripps. Trotzdem soll diese Zeit beeindruckend, in einer faszinierenden Umgebung und mit Gruppenanschluss verbracht werden? Aber genauso etwas gibt es doch. Und das bereits seit 1971.

Earthwatch – was sonst?

Die Organisation Eartwatch hat ihren Hauptsitz in Boston und weitere Büros in Europa, Australien und Indien. Genau genommen vermitteln sie Volontären die verschiedensten Forschungsprojekte. Richtig: Es geht hierbei um wissenschaftliche Forschung. Das faszinierende daran ist, dass diese tatsächlich vor Ort statt findet. Somit sind die bisher 1.400 ausgewählten Projekte über 120 Länder der Erde verteilt. Bis dato konnten über 100.000 Teilnehmer vermittelt werden.

Aktuell stehen über 50 Projekte zur Auswahl. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Denn nach wie vor, daran hat sich zum Glück nichts geändert über die Jahre, erscheint ein Projekt interessanter als das vorherige. Eine Entscheidung fällt da nicht jedem leicht.

Doch halt! Erst einmal benötigen wir weitere Fakten über das Wie? Wer? Wo?, nicht wahr?

Menschliche Potentiale erwecken – Möglichkeiten bei Earthwatch

Die Projekte von Earthwatch kommen aus 4 Kategorien:

  • Archäologie und Kultur
  • Klimawandel
  • Schutz und Erhaltung der Meere
  • Wildtiere und Ökosystem

Die angebotenen Forschungen werden von diversen Universitäten durchgeführt. Da sich jedoch an den Universitäten selber oft nicht ausreichend Personen finden, die bei der Feldforschung, also direkt vor Ort, über den gesamten, geplanten Zeitraum mithelfen können, hat Earthwatch den Vermittlungspart übernommen.

Tauchen

Denn das Wunderbare ist, dass es keinerlei Fachkenntnisse bedarf, um teilnehmen zu können. Doch werden auf diese Art und Weise 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Forscher erhalten einerseits genügend Hilfskräfte, die sie bei ihrer Forschung unterstützen. Die Volontäre erhalten Einsicht in Bereiche, die ihnen ansonsten verwehrt blieben und erleben einen unvergesslichen er Urlaub.

Sicher wird in dem einen oder anderen Fall ein bestimmte Fähigkeit vorausgesetzt: Bei den Meeresprojekten ist es zwingend notwendig, gut schwimmen zu können. Projekte in den Bergen setzen eine gewisse körperliche Fitness voraus. Ebenso sind nicht bei allen Teenager zugelassen.

Doch die ausführlichen Projektbeschreibungen, die es auf der Homepage herunter zu laden gibt, lassen weder über das Projekt selber noch über die persönlichen Anforderungen an die Volontäre irgendwelche Fragen offen. Selbiges gilt für die mitzubringende Ausrüstung sowie den finanziellen Beitrag, der für die Teilnahme zu leisten ist.
Ausgrabungen
Wäre also nur noch die Frage zu klären, was einen in diesem abenteuerlichen Urlaub erwartet. Zunächst hängt dies natürlich vom Projekt selber ab. Denn selbstverständlich ist die Arbeit mit Pandabären nicht mit dem Freilegen prähistorischer Mammuts zu vergleichen. Ebenso wenig lassen der Bau von Solaröfen in Afrika mit der Untersuchung von Schnee und Eis hinsichtlich der Wetterveränderungen über einen Kamm scheren.

Doch genau dies ist der Clou: Es stehen für so viele verschiedene Interessengebiete Angebote zur Verfügung, dass es sich sogar lohnt, sich auf eine Warteliste der begehrtesten Projekte setzen zu lassen. Denn in der Zwischenzeit findet sich garantiert ein anderes zum Überbrücken der Wartezeit.

MeeresschildkrötenEarthwatch ist wie ein Virus: Wer einmal mit der Teilnahme angefangen hat, hört nicht mehr auf. Im ersten Jahr Mammuts in Dakota ausgraben, im zweiten frischgeschlüpften Meeresschildkröten in Costa Rica ins Meer helfen und im dritten Murmeltiere in Frankreich untersuchen und kennzeichnen.

Es gibt vieles zu lernen und zu helfen. Auch lernt man die wunderbarsten Menschen mit ihrem leidenschaftlichen Forscherdrang kennen. Viele Freundschaften halten ein Leben lang. Denn gemeinsame Interessen verbinden bis in die fernsten Ecken der Welt hinein.

Letzten Endes zählt für alle Beteiligten nämlich neben der Verbundenheit zur Forschung nur ein einziges Ziel:
Den Planeten als Ganzes weiter zu erkunden und heraus zu finden, was wir tun können, um ihn wieder gesund zu machen.

P.S. Um sich die Homepage von Earthwatch anzuschauen, bedarf es viel Zeit. Man kann sie nicht einfach wieder schließen. Die Adresse? eu.earthwatch.org !

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